Betreutes Wohnen und Service-Wohnen –

Wohlfühlen mit Sicherheit

Über 90 % der älteren Menschen leben in sogenannten Normalwohnungen, von denen ein großer Teil aufgrund ihrer baulich-technischen Ausstattung (Stufen, Schwellen, Bodenbeläge, sanitäre Einrichtungen, fehlender Aufzug etc.) nicht oder nur bedingt für das Wohnen im Alter geeignet ist. Das sogenannte ‚Betreute Wohnen’ stellt eine zukunftsweisende, selbstbestimmte und attraktive Wohn-alternative dar. Es bietet eine Kombination von Möglichkeiten des selbstbestimmten Wohnens bei gleichzeitiger Inanspruchnahme von Serviceleistungen. Der Begriff ‚Service-Wohnen’ wird deshalb auch von älteren Menschen gegenüber dem Begriff ‚Betreutes Wohnen’ bevorzugt. ‚Service Wohnen’ unterstreicht den selbstbestimmten Charakter dieser Wohnform.

Ein erster Ansatz zum Schutz des ‚Betreuten Wohnens’ wurde gelegt mit der DIN 77800 – Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform ‚Betreutes Wohnen für ältere Menschen‘ – bietet erstmals einen bundesweiten Leitfaden, was ‚Betreutes Wohnen’ bieten muss.

Diese DIN beinhaltet Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform ‚Betreutes Wohnen für ältere Menschen’. Unter anderem gehören dazu:

  1. Barrierefreie Anlagen und Wohnungen, Gemeinschaftsräume
  2. 24-Stunden-Notruf
  3. Geschulte Betreuer mit festen Sprechzeiten sowie Sprechzeiten nach Vereinbarung
  4. Soziale und kulturelle Anregungen
  5. Transparente Vertragsgestaltung, insbesondere für ältere Menschen
  6. Informationspflicht: Vom Beratungsgespräch über die Vertragsgestaltung bis zum Betreuungsangebot müssen ältere Menschen, die in eine betreute Wohnanlage ziehen möchten, informiert werden.

Das Problem besteht darin, dass eine DIN (Deutsche Industrie Norm) grundsätzlich freiwilliger Natur ist. Eine DIN hat zwar in der Regel einen starken Orientierungscharakter, ist aber dennoch freiwillig anzuwenden. Betreute Wohnungen oder Service-Wohnanlagen können heute mit Hilfe der DIN 77800 und auch vom ‚Kuratorium Qualitätssiegel Betreutes Wohnen für ältere Menschen in NRW’ auf Qualität hin überprüft werden. Weiter werden bauliche Normen wie die DIN 18024-1, die DIN 18025-1 und 18025-2 berücksichtigt.

Diese Grundlagen werden dabei ständig an sich wandelnde Rahmenbedingungen, wie die DIN 18040-1 und 18040-2, die DIN 77800 sowie das neue Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) und Alten- und Pflegegesetz (APG), angepasst.

Die Architektenkammer NRW bietet eine Broschüre zum download mit den Prüfkriterien.

In den Geltungsbereich des Wohn- und Teilhabegesetz  (WTG) fallen auch:

  • Wohngemeinschaften mit Betreuungsleistungen (selbst- und anbieterverantwortete Wohngemeinschaften)
  • Angebote des Servicewohnen

Nähere Auskünfte und weitere Informationen erteilen die zuständigen WTG-Aufsichten, früher Heimaufsichten,

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